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Hissen der Regenbogenfahne vor dem ver.di-Haus in Berlin 2019

Hissen der Regenbogenfahne vor dem ver.di-Haus in Berlin 2019

Hissen der Regenbogenfahne vor dem ver.di Haus in Berlin 2019 Gerhard Grühn Hissen der Regenbogenfahne vor dem ver.di Haus in Berlin 2019 -2

Seit mehr als 40 Jahren steht ver.di Berlin-Brandenburg für den Schutz von Minderheiten und LGBTI vor Diskriminierung. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, anlässlich der Pride Weeks in Berlin die Regenbogenflagge zu hissen.

Ansprache der stellvertretenden Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann vor dem ver.di-Haus in Berlin am 18. Juni 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen, was gibt es schöneres als für ver.di die Regenbogenfahne vor unserem Haus, unserem Landesbezirk zu hissen. Und heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Regenbogenfahne an vielen Orten unserer Stadt, auch vor vielen öffentlichen Gebäuden, weht. Erstmals wurde sie 1996 vor einem öffentlichen Gebäude gehisst, anlässlich des CSDs und des lesbisch-schwulen Stadtfestes. Und wenn nicht vor dem Rathaus Schöneberg, wo sonst wurde erstmals ein Zeichen gesetzt. Ihr könnt euch vielleicht noch daran erinnern, dass der ehemalige Innensenator, Jörg Schöhnbohm, über mehrere Jahre hinweg erfolglos versuchte, die Hissung der Regenbogenfahne in den Bezirken unter Verweis auf die Berliner Flaggenordnung zu verhindern. Und es war dann Klaus Wowereit, der 2001 diesen Zustand änderte - und das war gut so, liebe Kolleginnen und Kollegen. Und wenn nicht Berlin, wer denn sonst steht für Toleranz und Vielfalt, gegen Hass und Gewalt und das sind auch unsere Werte, dafür steht ver.di ein. Wir sind queere Hauptstadt, die Pride Week ist ein Höhepunkt in unserer Stadt. Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind queere Hauptstadt. Die Menschen kommen hier her, weil man hier so leben kann, wie man möchte. Trotzdem steigt die Zahl der homo- und transphoben Übergriffe laut Maneo. Und das, liebe Kolleginnen und Kollegen, dürfen und werden wir nicht hinnehmen. Auch nicht Sprüche wie von Frau Kramp-Karrenbauer, denn Männer wissen sehr wohl, wie sie Toiletten besuchen - denn hier fängt Diskriminierung an. Dagegen kämpfen wir, wo immer sie auftritt, so auch im Betrieb. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Motto des diesjährigen CSD lautet „stonewall fifty - every riot starts with your voice“. Jeder Aufstand beginnt mit einer Stimme. Karl-Heinrich Ulrichs wird stellvertretend genannt und viele von euch haben aktiv für die Straßenbenennung gekämpft.
Mein besonderer Dank gilt unserem AK queer für euren unermüdlichen Einsatz, ihr seid toll. Und ihr seid präsent. Ich wünsche uns allen eine tolle Zeit, ich freue mich schon heute auf den Stand beim Motzstraßenfest. Nicht nur in der Pride Week, dem CSD treten wir für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgendern, Inter- und Bisexuellen ein. In diesem Sinne danke für euer Kommen, lassen wir die Regenbogenfahne wehen.