Arbeitskreis queer in ver.di Berlin/Brandenburg

Chronologie

Chronologie

Eine Chronologie

Wichtige Ereignisse und Beschlüsse zu Lesben, Schwulen und Gewerkschaften

 

August 1975

...Die Fachgruppe der Bibliotheken in der ÖTV Berlin beschließt einen Antrag für die ÖTV-Bezirkskonferenz Berlin: Der ÖTV-Gewerkschaftstag möge beschließen, daß sich die ÖTV für die Streichung des § 175 StGB einsetzt.

 

Juni 1976

...ÖTV-Bezirkskonferenz Berlin beschließt, den DGB-Bundesvorstand aufzufordern, sich für die Streichung des § 175 StGB einzusetzen.

 

Juni 1977

...Die Berliner Zeitung „ÖTV-Dialog" veröffentlicht einen Aufruf zur Interessenvertretung homosexueller Kolleginnen und Kollegen.

 

März 1978

...Der Arbeitskreis „Homosexualität" wird in der Berliner ÖTV-Abteilung „Sozialarbeit" eingerichtet.

 

Mai 1978

...Gründung der Arbeitsgemeinschaft homosexueller Lehrer und Erzieher in der GEW.

 

September 1978

...Verschiedene Vertrauensversammlungen in der ÖTV Berlin fordern vom ÖTV-Bezirksvorstand Einrichtung eines abteilungsübergreifenden Arbeitskreises Homosexualität.

 

Juni 1980

...Der ÖTV-Gewerkschaftstag spricht sich gegen die Annahme eines Antrages der Berliner ÖTV-Bezirkskonferenz aus, der die Einrichtung eines Arbeitskreises Homosexualität fordert.

...Die HBV-Bundesjugendkonferenz fordert die Kündigungsrücknahme eines schwulen Kollegen sowie die Abschaffung der gesetzlichen HomoDiskriminierung.

 

Oktober 1980

...Die Landesvertreterversammlung der GEW-Berlin fordert mit umfangreichen Vorschlägen auf, sich für Enttabuisierung der Homosexualität im Schulunterricht einzusetzen sowie homosexuelle Schülerinnen und Lehrerinnen zu unterstützen.

 

Oktober 1983

...Gründung des Arbeitskreises homosexueller Frauen und Männer in der Gewerkschaft HBV Berlin.

 

November 1983

...Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands: Die GdED-Bundesjugendkonferenz fordert die Abschaffung des § 175 StGB.

 

Januar 1984

...Die ÖTV-Bezirkskonferenz Berlin fordert die Einrichtung eines Berliner Arbeitskreises Homosexualität.

 

November 1984

...Der HBV-Gewerkschaftstag fordert die ersatzlose Streichung des § 175 StGB sowie gewerkschaftliche Maßnahmen zum Abbau der Diskriminierung von Lesben und Schwulen.

 

Januar 1986

...Die DGB-Landesbezirkskonferenz Berlin fordert den DGB sowie seine Einzelgewerkschaften auf, Diskriminierung homosexueller Kolleginnen abzubauen.

 

März 1986

...im Berliner ÖTV-Haus findet die bestbesuchte DGB-Veranstaltung zum Internationalen Frauentag statt. Thema: „Situation von Lesben am Arbeitsplatz". Beteiligt waren u.a. die Soziologinnen Edith Roßbach und Brigitte Reinberg.

 

Mai 1986

...Der DGB-Bundeskongreß fordert seine 16 Einzelgewerkschaften auf, der Diskriminierung von Lesben und Schwulen entgegenzutreten. Der Kongreß lehnt es aber ab, weitergehende Forderungen der DGB-Jugendkonferenz zu beschließen

 

November 1986

...Der GEW-Gewerkschaftstag fordert die ersatzlose Streichung des § 175 StGB.

 

Februar 1987

...Die Kreisjugendkonferenz der ÖTV Köln beschließt die Einrichtung eines Arbeitskreises Homosexualität.

 

März 1987

...Die Kreisjugendkonferenzen Köln und Bonn richten einen Forderungskatalog zum Abbau von Diskriminierungen gegen Lesben und Schwule an die ÖTV-Bezirkskonferenz NRW I.

...Erstes Betriebs-/Personalräteseminar zum Thema „Probleme homosexueller Kolleginnen am Arbeitsplatz" beim DGB-Berlin.

 

September 1987

...Die Bezirksjugendkonferenz NRW I beschließt für die ÖTV-Bezirkskonferenz und die ÖTV-Bundesjugendkonferenz einen Forderungskatalog gegen Diskriminierung.

...Die ÖTV-Kreisdelegiertenkonferenz Köln fordert die Einrichtung eines Arbeitskreises Homosexualität.

 

Dezember 1987

...ÖTV-Bezirkskonferenz Berlin fordert nochmals (vgl. 1984) die Einrichtung eines Berliner Arbeitskreises Homosexualität. Des weiteren wird ein Antrag zur Streichung des § 175 StGB beschlossen sowie eine Verstärkung gewerkschaftlicher Aufklärung/Bildung über berufliche Diskriminierung von lesbischen und schwulen Kolleginnen.

...Großer Bericht im DGB-Jugendmagazin „ran" über Diskriminierung von Homosexuellen am Arbeitsplatz. Darauf erfolgte ein sehr positives Echo.

 

Juni 1988

...Das DGB-Bundesjugendtreffen in Köln veranstaltet eine Podiumsdiskussion über Lesben und Schwule am Arbeitsplatz. Hieraus entsteht eine Idee des ersten DGB-Jugendseminars für Lesben und Schwule in Oberursel (Mai 1989).

 

März 1989

...Die ÖTV Frankfurt/Main richtet einen Arbeitskreis Homosexualität ein. ...ÖTV-Jugend Köln fordert Diskriminierungsschutz für Homosexuelle im Betriebsverfassungsgesetz zu verankern sowie Aufnahme des Themas in das ÖTV-Bildungsprogramm.

 

April 1989

...Die ÖTV-Vorsitzende Monika VVulf-Mathies fordert in einem Brief an den Bundesjustizminister Engelhardt die ersatzlose Streichung des § 175 StGB.

Im Mai 1989 antwortet Engelhardt abschlägig.

 

Mai 1989

...im Haus der Gewerkschaftsjugend Oberursel wird in Kooperation mit der DGB-Jugendzeitschrift

 

August 1989

...Der Gewerkschaftstag der GGLF (Gew. Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft) wendet sich gegen Diskriminierungen von „Randgruppen" wie z.B. Homosexuelle.

 

September 1989

...Die ÖTV Hamburg richtet einen Arbeitskreis Homosexualität ein.

...Des weiteren führt die ÖTV das erste Bundesjugendseminar für Lesben und Schwule durch, unter dem Motto „Minderheiten am Arbeitsplatz"

...In Münster bildet sich der Arbeitskreis „Homosexualität und Arbeitswelt".

 

Oktober 1989

...Das erste Bundestreffen der ÖTV-Arbeitskreise Homosexualität tagt im DGB-Haus Köln

 

November 1989

...Das Buch „Homosexuelle Männer im Arbeitsleben" von Norbert Zillich die erste qualitative Untersuchung über das Verhalten von Schwulen an ihren Arbeitsplätzen, erscheint mit Unterstützung der DGB nahen Hans Böckler-Stiftung.

 

Dezember 1989

...Zur DGB-Bundesjugengkonferenz erscheint die erste DGB-Broschüre „Lesben, Schwule und Gewerkschaften" (Haus der Gewerkschaftsjugend, Oberursel). Der DGB-Vorsitzende Ernst Breit erhält am Homo-Info-Stand die druckfrische Broschüre und nach ihm viele gewerkschaftliche Funktionsträger/innen, denen, wie sie später sagen, durch die Broschüre erstmals die Probleme der. Lesben und Schwulen am Arbeitsplatz deutlich werden.

...Der AK Homosexualität in der ÖTV Düsseldorf wird eingerichtet.

Februar 1990

...Gründung des AK Homosexualität in der ÖTV Stuttgart.

 

März 1990

...Im „Säemann" (Zeitung der GGLF) erscheint ein Artikel über die Probleme von homosexuellen Beschäftigten.

...Die IG Metall Siegen lehnt es ab, einen AK Homosexualität einzurichten.

 

April 1990

...Die Initiative „Lesben und Schwule im DGB Saarland" wird gegründet.

 

Mai 1990

...Die ÖTV-Vorsitzende Monika Wulf-Mathies setzt sich in der ZDF-Talkshow „Live" engagiert für die Interessen homosexueller ÖTV-Mitglieder ein.

 

Juni 1990

...Das bundesweite ÖTV-Jugendseminar „Homosexualität am Arbeitsplatz" organisiert einen Unterschriftenaufruf zur ersatzlosen Streichung des § 175 StGB.

...Die IG Metall veröffentlicht in ihrer Zeitung Metall einen Bericht über das Lesben- und Schwulenseminar in Oberursel. Darauf folgten Leserbriefe, welche die IGM zur besseren Vertretung lesbischer/schwuler Interessen auffordern.

 

September 1990

...Die DGB-Zeitschrift „Angestellten-Magazin" veröffentlicht einen ganzseitigen Artikel über das DGB-Lesben-und Schwulenseminar in Oberursel.

...Die ÖTV-Hauptverwaltung stellt den ÖTV-Antidiskriminierungs-Gesetzesentwurf für Lesben und Schwule in Arbeit und Beruf der Öffentlichkeit vor und fordert die Umsetzung in der Gesetzgebung.

 

April 1991

...Die ÖTV veranstaltet das erste Lesben- und Schwulenseminar im Rahmen des Bundesbildungsprogrammes für „Erwachsene".

 

Februar 1992

...In der Zeitschrift der IG Medien „Publizistik & Kunst" erscheint ein umfassender Artikel zum Thema „Schwule in den Medien".

 

Juni 1992

...Der ÖTV-Gewerkschaftstag beschließt Anträge zur dienstlichen, arbeitsrechtlichen und tariflichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen.

Außerdem fordert er einen Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule sowie für nichteheliche Lebensgemeinschaften in die neue deutsche Verfassung aufzunehmen.

 

August 1992

•••In Berlin bildet sich eine Initiative „Lesben und Schwule in der IG Medien".

 

September 1992

...Der DGB Köln fordert die Einzelgewerkschaften auf, den Spendenaufruf der ÖTV Köln für ein Mahnmal für homosexuelle KZ-Opfer zu unterstützen.

 

Oktober 1992

...Die GEW-Zeitschrift „Erziehung und Wissenschaft" veröffentlicht die Ergebnisse einer Untersuchung über die Akzeptanz homosexueller Lehrer/ innen in der Bevölkerung.

 

November 1992

...Die Gewerkschaft der Polizei veröffentlicht in ihrer Monatszeitschrift „Deutsche Polizei" einen ganzseitigen Artikel zum Thema „Gewalt gegen Schwule".

 

Januar 1993

...Die ÖTV Hannover richtet einen AK Homosexualität ein.

 

Februar 1993

...Das ÖTV-Magazin veröffentlicht einen Artikel unter der Überschrift „Coming-out mit der ÖTV - Schwule und Lesben engagieren sich gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz".

 

April 1993

...Der Gewerkschaftstag der GGLF beschließt Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen zu ergreifen.

 

Mai 1993

...Der Gewerkschaftstag der GEW fordert eine vorurteilslose Behandlung des Themas „Homosexualität im Schulunterricht", die Gleichbehandlung in Bildung und Beruf sowie einen verfassungsrechtlichen Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule.

...Das Haus der Gewerkschaftsjugend lädt ein zum 5. Lesben- und Schwulenseminar

in Oberursel.

 

Juni 1993

...Die Berliner ÖTV führt anläßlich des EuroPride Berlin eine dreitägige internationale Konferenz zum Thema „Lesben und Schwule am Arbeitsplatz - Erfahrungen, Konsequenzen, europäische Umsetzung" durch.

 

Juli 1993

...Die DGB-Funktionärszeitschrift „Die Quelle" veröffentlicht anläßlich des 5. Seminars in Oberursel den Artikel „Coming-Out im Betrieb".

 

August 1993

...Der 25. VVeltkongreß der Gewerkschaften der öffentlichen Dienste (lÖD) beschließt zahlreiche Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierungen von Lesben und Schwulen in der Arbeitswelt. Vorbereitet wurde die Entschließung (Nr.27) von der ÖTV, der AbvaKabo (Niederlande) und der NALGO -jetzt Unison- (Großbritannien).

 

September 1993

...Die DGB-Kreisdelegiertenkonferenz in Köln beschließt den bislang umfangreichsten Forderungskatalog für die Interessen von Lesben und Schwulen. Er ist über weitere Konferenzebenen an den DGB-Bundeskongreß gerichtet

 

Dezember 1993

...Die DGB-Bezirksdelegiertenkonferenz NRW beschließt einen umfassenden Antrag zum Thema „Diskriminierung von Lesben und Schwulen".

 

Februar 1994

...Beschluß der DGB-Landesbezirkskonferenz Berlin-Brandenburg: Die Einzelgewerkschaften sollen ihre in Tarifverträgen oder Sozialplänen enthaltene Formulierung „Ehegatte/Ehefrau" um „Lebenspartner/in" ergänzen.

...Die ÖTV Berlin gibt eine Broschüre heraus mit dem Titel „Wir im öffentlichen Dienst: Lesben und Schwule im Beruf - Wo liegt das Problem?".

 

April 1994

...Der ÖTV Bezirk NRW I gibt in seiner Info-Dienst-Reihe für Vertrauensleute ein Heft unter dem Titel "Lesben und Schwule am Arbeitsplatz" heraus.

 

Mai 1994

...Anläßlich der Streichung des § 175 StGB im März 1994, für die sich die ÖTV eingesetzt hatte, veröffentlicht das bundesweite ÖTV-Magazin eine Bewertung dieses Erfolges und fordert weitgehende rechtliche Maßnahmen zum Schutz von Lesben und Schwulen.

 

Juni 1994

...Die ÖTV Essen richtet einen Arbeitskreis Homosexualität ein.

 

Juli 1994

...Erstes bundesweites Treffen von Lesben und Schwulen im Polizeidienst

im Waldschlößchen/Göttingen.

 

August 1994

...Das Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation e.V. (Kofra) veröffentlicht seine Erhebungen über die Situation erwerbstätiger Lesben.

 

November 1994

...Die ÖTV beteiligt sich mit einer offiziellen Delegation an der 2. Internationalen Konferenz lesbisch-schwuler Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, durchgeführt von der englischen Gewerkschaft UNISON in Glasgow.

...Das DGB-Jugendbildungszentrum (Oberursel) gibt eine Broschüre heraus mit dem Titel „Lesben, Schwule und Gewerkschaften - 5 Jahre lesbisch-schwule Bildungsarbeit".

...Die ÖTV Bonn unterliegt im Pilotprozeß um eine „Ehezulage" (Ortszuschlag) für einen schwulen Bonner Angestellten in erster Instanz. Sie geht in die Revision.

 

Januar 1995

...Die ÖTV Berlin fordert die Aufnahme des Diskriminierungsschutzes aufgrund der sexuellen Identität und das Benachteiligungsverbot nichtehelicher Lebensgemeinschaften in die neue Landesverfassung. (Im Oktober wird die neue Verfassung durch Volksabstimmung so beschlossen!)

 

März 1995

...Auf der zentralen DGB-Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Berlin wird als einziger Redebeitrag (neben der regierenden Bürgermeister-Kandidatin) zur gewerkschaftlichen Lesben- und Schwulenarbeit Stellung

bezogen.

 

April 1995

...Der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gibt in der Bildungsschriftenreihe

„Kompaß" eine detaillierte Analyse über die Situation von Lesben und Schwulen im Polizeidienst sowie Problemlösungs- und Handlungsstrategien heraus.

 

Mai 1995

...Das Niedersächsische Sozialministerium veröffentlicht die bisher größte Untersuchung über Lesben und Schwule in der Arbeitswelt Deutschland. Hiernach haben über 80% in ihrem Berufsleben Diskriminierungen oder Benachteiligungen erlebt.

 

Juni 1995

...Die ÖTV Köln schenkt der Stadt ein Mahnmal zur Erinnerung an die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus, das Kölns Oberbürgermeister unter Beteiligung des geschäftsführenden ÖTV-Hauptvorstandes einweiht. Im ÖTV-Magazin (8-9/95) erscheint darüber ein Bericht.

 

September 1995

...Der DGB Freiburg beschließt die Einrichtung eines Arbeitskreises Lesben und Schwule.

...Die GdP veröffentlicht in ihrer Mitgliederzeitschrift „Deutsche Polizei" die Titelgeschichte über Lesben und Schwule in der Polizei.

 

März 1996

...Der DGB konzipiert im Rahmen des Seminars „Lesbisch-schwule Gewerkschaftszeitung" das erste bundesweite gewerkschaftliche Zielgruppenorgan

für berufstätige Lesben und Schwule („ÖTV-Report Lesben & Schwule").

...Die bundesweite Fachschrift „Der Personalrat" veröffentlicht eine ausführliche Darstellung über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten betrieblicher und gewerkschaftlicher Interessenvertretungen, um Diskriminierungen von Lesben und Schwulen abzubauen.

 

Juni 1996

...Die ÖTV gibt die erste Ausgabe der Zeitschrift „ÖTV-Report - Lesben & Schwule" heraus, die bundesweit anläßlich des Christopher-Street-Day verteilt wird.

...Die ÖTV wird wegen ihres Einsatzes für Lesben und Schwule von einem Mitglied in faschistoider Weise verunglimpft, woraufhin die ÖTV Berlin Strafantrag wegen Beleidigung und Volksverhetzung stellt und ein Gewerkschaftsausschlußverfahren einleitet.

 

September 1996

...Die bundesweite Mitgliederzeitschrift ÖTV-Magazin berichtet ganzseitig über die neue ÖTV-Lesben- und Schwulenzeitschrift (Report).

...Die HBV Duisburg richtet einen Arbeitskreis für Lesben und Schwule ein (HBV-Rosa).

...Die Hamburger IG Metall-Zeitung „Lehmann forum" berichtet ab der September-Ausgabe über die Situation von lesbischen und schwulen Kolleginnen.

 

November 1996

...Der 5. a.o. DGB-Bundeskongreß faßt einen Beschluß, nach dem die Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität als Asylgrund anerkannt werden muß.

 

Dezember 1996

...Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gibt eine Arbeitshilfe für die Personalratsarbeit heraus mit dem Titel „Schwule und Lesben in der Arbeitswelt".

...Der 16. DAG-Bundeskongreß faßt einen Beschluß, nach dem unter anderem gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften den anderen gleichzustellen sind und ein Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität grundsätzlich gesichert werden soll.

...Das Hamburgische Beamtengesetz wird um den Passus ergänzt, daß bei einer Bewerbungsauswahl niemand wegen der „sexuellen Identität und Orientierung" benachteiligt oder bevorzugt werden darf.

 

Januar 1997

...Gründung des Arbeitskreises lesbisch-schwuler Gewerkschafterinnen im DGB in Frankfurt/Main.

 

April 1997

...in Berlin wird der „Bundesverband schwuler und lesbischer Journalistinnen" gegründet.

 

Mai 1997

...Gründungsversammlung des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der ÖTV Nürnberg.

...Das Bundesarbeitsgericht weist die Klage eines ÖTV-Mitgliedes auf Anspruch eines Verheirateten-Ortszuschlages bei gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft zurück. Gegen die Entscheidung reicht die ÖTV Verfassungsbeschwerde ein.

...Die ÖTV erhält für ihr Engagement im Interesse von Lesben und Schwulen den von der SPD Berlin gestifteten Magnus-Hirschfeld-Emanzipationspreis.

...Die Deutsche Postgewerkschaft Berlin richtet eine Beratungsstelle für Lesben und Schwule ein („Vertrauensleute für gleichgeschlechtliche Lebensweisen").

 

Juni 1997

...Der DGB-Vorsitzende Dieter Schulte veröffentlicht im ÖTV-Report Lesben & Schwule eine Stellungnahme zur Akzeptanz von lesbischen und schwulen Kolleginnen.

...Die Vorsitzenden der Gewerkschaften Holz und Kunststoff, IG Bergbau und Energie, IG Bau-Agrar-Umwelt, IG Medien, IG Nahrung-Genuß-Gaststätten, Deutsche Postgewerkschaft und Gewerkschaft der Polizei beziehen im ÖTV-Report Lesben & Schwule Position zur gewerkschaftlichen Arbeit für Lesben und Schwule.

...Der geschäftsführende ÖTV-Hauptvorstand beschließt die Unterstützung des Internationalen lesbisch-schwulen-Gewerkschaftkongresses im Juli 1998 in Amsterdam.

...Erstes gewerkschaftliches Frauen-Lesbencamp beim DGB am Bodensee.

 

August 1997

...Die Hamburger Bürgerschaft beschließt die Ergänzung des Landes-Personalvertretungsgesetzes um den Passus, daß Beschäftigte der Landesdienststellen „wegen der sexuellen Identität und Orientierung" weder bevorzugt noch benachteiligt werden dürfen.

 

Oktober 1997

...Im ÖTV-Magazin erscheint ein ganzseitiger Bericht über internationale lesbisch-schwule Gewerkschaftsarbeit.

...Die DGB-Kreisdelegiertenkonferenz Freiburg beschließt einen Antrag an den DGB-Bundeskongreß 1998 mit einem 11-Punkte-Katalog, der den DGB und seine Einzelgewerkschaften zur Durchsetzung gleicher Rechte für Lesben und Schwule auffordert.

 

November 1997

...Die Stipendiatinnenkonferenz der DGB nahen Hans-Böckler-Stiftung beschließt die Einrichtung der Bundesarbeitsgemeinschaft „LesBiSchwul".

 

Dezember 1997

...Der ÖTV-Hauptvorstand beschließt einen Antrag an den DGB-Bundeskongreß 1998 inhaltsgleich mit dem der Kreisdelegiertenkonferenz Freiburg (Oktober 1997).

...Die ÖTV Köln unterstützt die vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gestartete „Akzeptanzkampagne für Lesben und Schwule".

...Die Vorsitzenden der Gewerkschaften GEW, GdED und IG Chemie, Papier, Keramik beziehen im ÖTV-Report Lesben & Schwule Position zu gewerkschaftlicher Arbeit für Lesben und Schwule. Der IG Metall-Vorsitzende lehnt eine Stellungnahme ab.

 

Februar 1998

...Im Haus der Gewerkschaftsjugend Oberursel entwickeln lesbische und schwule Gewerkschafterinnen eine Konzeption für einen Informationspool „Lesben und Schwule in der Arbeitswelt und in den Gewerkschaften" für das Internet.

 

März 1998

...Im Internet erscheint durch die ÖTV Berlin ein Infornnations- und Kornmunikationsbereich für Lesben und Schwule im Beruf. Dieser soll auch den Gewerkschaftsfunktionärinnen in Fällen der Konfliktberatung dienen.

...Der Berliner ÖTV-Arbeitskreis Lesben & Schwule besteht seit 20 Jahren. Er bereitet eine Ausstellung vor "20 Jahre lesbisch-schwule ÖTV-Arbeit".

 

Mai 1998

...Eröffnung der Ausstellung „20 Jahre lesbisch-schwule ÖTV-Arbeit" im Rahmen des 1.Mai-Festes des DGB vor dem Roten Rathaus (Berlin).

...Das Schwulen- und Lesbenseminar findet zum 10. Mal im HdGJ in Oberursel statt.

 

Juli 1998

...In Amsterdam findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu den Gay-Games ein Internationaler lesbisch-schwuler Gewerkschaftskongreß statt.

 

Webseite des Bundesarbeitskreises