Arbeitskreis queer in ver.di Berlin/Brandenburg

Gedenken zum 74. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge der Konzentrrationslager …

Gedenken zum 74. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge der Konzentrrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück

Gedenken in Sachsenhausen Gerhard Grühn Gedenken in Sachsenhausen  – Gedenken in Sachsenhausen

Ravensbrück und SachsenhausenGedenkstätten erinnern an Befreiung von KZ-Häftlingen
14.04.19 | 17:37 UhrVor 74 Jahren wurden das Frauen-KZ Ravensbrück und das Konzentrationslager Sachsenhausen befreit. An beiden Orten wurde am Sonntag an diesen Tag erinnert, Brandenburgs Ministerpräsident Woidke rief dazu auf, gegen Diskriminierung einzutreten.

Bei der Gedenkveranstaltung im ehemaligen NS-Konzentrationslager Ravensbrück hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu aufgerufen gegen Diskriminierung einzutreten. Hass, Rassismus und Menschenverachtung hätten dazu geführt, dass im Nationalsozialismus Zigtausende Menschen misshandelt, erniedrigt und getötet wurden, erklärte Woidke. "Die Wurzeln dieses Übels haben überlebt und kommen heute wieder an vielen Orten der Welt zum Vorschein."



Den im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Homosexuellen zu gedenken, ist eine wichtige Aufgabe des AK queer. Am 74. Jahrestag der Häftlingsbefreiung beteiligten wir uns mit einem Gedenkkranz. Wir behalten die Schicksale der tausenden Opfer des Naziterrors in Erinnerung. Das Gedenken an ihr Leid treibt die Mitglieder des AK queer an, sich weiter für Demokratie, Toleranz und Gleichberechtigung einzusetzen.

 

Sachsenhausen: Gedenken an verfolgte "Strichjungen" und "homosexuelle Jugendverführer"

Die Gedenkstunde des LSVD zur Befreiung des Lagers widmete sich diesmal den "'unbequemen' Opfern" der NS-Verfolgung und ihrer Aufbereitung.

Am Sonntag, dem 14. April 2019, wurde in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine Gedenkstunde für die homosexuellen Häftlinge des ehemaligen Konzentrationslagers abgehalten. Im Fokus der Veranstaltung standen in diesem Jahr zwei soziale Gruppen, die im offiziellen Gedenken bislang häufig ausgeblendet wurden: Die sogenannten "Strichjungen" und die "homosexuellen Jugendverführer".

Der Historiker Dr. Alexander Zinn, Mitglied des Internationalen Beirats der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, zeigte in seiner Rede anhand einiger Beispiele auf, wie prekär der Status gerade dieser Gruppen war, auf die die Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten besonders fokussiert gewesen sei. 

Die Feier, die im Rahmen des Gedenkens anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen stattfindet, wurde von dem Verband ausgerichtet. Sie begann um 14.15 Uhr am ehemaligen Block 14. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, an der Gedenktafel für die homosexuellen Häftlinge Kränze und Blumen niederzulegen.

In dem in der Stadt Oranienburg nördlich von Berlin eingerichteten Konzentrationslager hatten die Nazis zwischen 1936 und 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert, darunter politische Gegner, Juden, Homosexuelle, Roma oder "Asoziale". Es kam zu Menschenversuchen und Massenexekutionen, vor allem von sowjetischen Kriegsgefangenen.

Im Juni 1942 wurden fast alle damaligen "Rosa-Winkel"-Häftlinge aus dem Hauptlager ins nahe gelegene Außenlager Klinkerwerk verlegt. Damit begann eine Mordaktion an Homosexuellen, die mehrere Monate andauerte. Bis zum September 1942 wurden etwa 200 Häftlinge von der SS getötet – durch sadistische Misshandlungen und absichtlich herbeigeführte Unfälle oder durch Erschießung "auf der Flucht". (cw/pm)

LSVD

 

 

Gedenken in Ravensbrück Biggi Genz Gedenken in Ravensbrück2019

Ravensbrück und SachsenhausenGedenkstätten erinnern an Befreiung von KZ-Häftlingen
14.04.19 | 17:37 UhrVor 74 Jahren wurden das Frauen-KZ Ravensbrück und das Konzentrationslager Sachsenhausen befreit. An beiden Orten wurde am Sonntag an diesen Tag erinnert, Brandenburgs Ministerpräsident Woidke rief dazu auf, gegen Diskriminierung einzutreten.

Bei der Gedenkveranstaltung im ehemaligen NS-Konzentrationslager Ravensbrück hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu aufgerufen gegen Diskriminierung einzutreten. Hass, Rassismus und Menschenverachtung hätten dazu geführt, dass im Nationalsozialismus Zigtausende Menschen misshandelt, erniedrigt und getötet wurden, erklärte Woidke. "Die Wurzeln dieses Übels haben überlebt und kommen heute wieder an vielen Orten der Welt zum Vorschein."