Arbeitskreis queer in ver.di Berlin/Brandenburg

Berlin braucht uns!

Berlin braucht uns!

Kampagne Abgeordnetenhauswahl 2016 Berliner Aids-Hilfe e.V. Berlin braucht uns!

Pressemitteilung der Berliner Aids-Hilfe e.V. (BAH)
Berlin, 15.07.2016
Initiative „Berlin braucht uns“ während Berliner Pride Weeks breit vertreten

Anlässlich der queeren Events in der Hauptstadt rund um das lesbischschwule
Straßenfest und den Christopher Street Day wirbt das Bündnis „Berlin
braucht uns - Deine Stimme gegen Blau und Braun“ auf zahlreichen
Veranstaltungen für eine verantwortungsvolle Stimmabgabe bei der
kommenden Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 18. September 2016.
Ziel der Initiative ist es, dass sich Wahlberechtigte mit den Inhalten rechter Parteien
und deren zum Teil menschenverachtenden Weltbild auseinander setzen. Gerade
vor dem Hintergrund, dass rechte Parteien mit ihren ebenso einfachen wie
demokratiefeindlichen Parolen derzeit in verschiedenen Bundesländern bei
Protestwählern auf Stimmenfang gehen, warnt das Bündnis vor einer allzu
leichtfertigen Stimmabgabe.

Hierzu erklärt Mit-Initiator Heiko Großer: „Der zu beobachtenden Flashback, also das
Zurückdrehen von zum Teil hart erkämpften und verhandelten Errungenschaften für
eine demokratische und offene Gesellschaft, ist eine Bedrohung für uns Alle. Über
alle Grenzen wie zum Beispiel der sexuellen Identität, des Geschlechts, der
ethnischen Herkunft, Hautfarbe oder religiösen Ausrichtung hinweg, bedrohen rechte
Parteien unsere pluralistische und freiheitliche Demokratie. Frauen werden auf ein
Dasein als Gebärmaschinen am Herd reduziert, Grenzen sollen mit Schießbefehlen
verteidigt und Homosexuelle wie in den drei Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und
Tunesien inhaftiert werden. Wer rechte Parteien wählt, muss sich dessen gewahr
sein“.

Die Initiative ruft daher dazu auf, sich überlegt für eine der demokratischen Parteien
bei der kommenden Abgeordnetenhauswahl zu entscheiden. So können die
Wahlberechtigten verhindern, dass rechte Parteien die Fünf-Prozent-Hürde nehmen,
oder dass diese zumindest weniger Sitze im Abgeordnetenhaus erlangen. Auch
ungültige Stimmen zählen bei der Berechnung der Fünf-Prozent-Hürde mit.
Interessierte können sich beim lesbisch-schwulen Stadtfest an zahlreichen Ständen
der mittlerweile 62 Mitzeichner von „Berlin braucht uns“ mit Informationen und
Material zur Weiterverteilung versorgen. Die Initiative wird auch bei weiteren
Veranstaltungen wie etwa dem CSD auf der Spree, dem Dyke*March und dem
Christopher Street Day präsent sein.

Aktuelle Liste der 62 Unterzeichner: http://www.berlin-aidshilfe.de/arsch-hoch-update
Internet: https://www.facebook.com/berlinbrauchtuns

Medienanfragen zur Initiative:
Heiko Großer, Vorstandsmitglied Berliner Aids-Hilfe e.V.
Mobil: 01 77 / 62 70 95 9
E-Mail: heiko.grosser@berlin-aidshilfe.de

Webseite des Bundesarbeitskreises