Arbeitskreis queer in ver.di Berlin/Brandenburg

Neuwahl des Sprecher_innenteams des AK queer in ver.di Berlin/Brandenburg

Neuwahl des Sprecher_innenteams des AK queer in ver.di Berlin/Brandenburg

Neuwahl des Sprecher_innenteams des AK queer in ver.di Berlin/Brandenburg Daniel Schwanz Neuwahl  – Neuwahl des Sprecher_innenteams des AK queer in ver.di Berlin/Brandenburg
Delegierte zum Bundesarbeitskreis Daniel Schwanz Delegierte zum Bundesarbeitskreis  – Delegierte zum Bundesarbeitskreis

Herzlichen Glückwunsch an alle neu gewählten Mitglieder des Sprecher_innenteams des AK queer. Das neue Sprecher_innenteam besteht aus folgenden Mitgliedern von links nach rechts:

Andrea Lehwalder,  Konstantin Schulz, Biggy Genz, Ulli Ulbrich, Gerhard Grühn und Lukas Rohm

 Als Delegierte zum Bundesarbeitskreis Regenbogen wurden gewählt von links nach rechts:

Carsten Bock, Biggy Genz und Ulli Ulbrich

Als Beauftragte für Brandenburg wurden Tino Ziemann und Carsten Bock benannt.

 

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirk Berlin-Brandenburg

Arbeitskreis ver.di queer Berlin-Brandenburg
Vielfalt Leben

Köpenicker Straße 30, 10179 Berlin

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Tätigkeitsbericht zur Arbeit des AK queer 2015-2018 und für das Jahr 2017

Wahlperiode 2015-2018

Der AK queer hat in der vergangenen Wahlperiode die Interessen von LGBTI im Arbeitsleben mit Nachdruck auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, intern gegenüber den Gremien und Arbeitskreisen von ver.di und innerhalb des DGB vertreten. Die Mitglieder haben mit viel Einsatz und Interesse an der gemeinsamen Arbeit die Ziele und Werte von ver.di über ihr Engagement für den AK vertreten. Durch ihre Unterstützung wurde die Bekanntheit des AKs in der Berliner LGBTI-Community, in der Organisation ver.di insgesamt und bei Vertreter_innen der Berliner Landespolitik erhöht. Der AK ist ein Ansprechpartner für verschiedene Fragen zu Themen wie Diskriminierung am Arbeitsplatz, Unterstützung von HIV-positiven Arbeitnehmer_innen und Coming-out am Arbeitsplatz. Über den Zeitraum der Wahlperiode konnten viele neue Mitglieder gewonnen werden. Die Beteiligung an der Arbeit des AKs war insbesondere zu den Abgeordnetenhauswahlen 2016 und den Bundestagswahlen 2017 hoch. Daran wird deutlich, dass die Mitglieder des AKs sich politisch einbringen wollen. Durch die Veröffentlichung und Versendung des Forderungskataloges zur Novellierung des AGG und der Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl hat sich der AK auch im politischen Bereich ein Profil erarbeitet.

Seit 2015 beteiligt sich der AK kontinuierlich an den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen der Berliner und Brandenburger LGBTI-Community. Durch die regelmäßige Unterstützung unserer Mitglieder auf Veranstaltungen wie dem Motz-Straßenfest, den Respect Gaymes des LSVD Berlin-Brandenburg oder dem CSD in Cottbus konnte die öffentliche Wahrnehmung des AKs und von ver.di insgesamt gesteigert werden. Der AK queer ist so zu einer festen Größe in der Berliner und Brandenburger Community geworden. In der Wahlperiode hat sich gezeigt, dass die gewerkschaftliche Sicht auf Problemstellungen von LGBTI im Arbeitsleben geschätzt wird.

Wir arbeiteten regelmäßig im Bundesarbeitskreis Regenbogen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter* in ver.di mit. Dort haben wir die inhaltliche Arbeit unterstützt, uns mit den anderen AKs vernetzt, und beteiligten uns am Aufbau neuer AKs in anderen ver.di-Bezirken.

Die Mitglieder des Berliner AKs haben stets verdeutlicht, dass sie sich auch für die gewerkschaftliche LGBTI-Arbeit in Brandenburg einsetzen wollen. Daraus entstanden zahlreiche Aktionen und Beteiligungen u.a. am LGBTI-Straßenfest in Potsdam oder am Hissen der Regenbogenfahne vor den ver.di-Geschäftsstellen im Bezirk. Für die Mitglieder des AKs war es auch wichtig, sich inhaltlich bei Prozessen wie dem Aktionsplan queeres Brandenburg zu engagieren.

Neben dem Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit war die Organisation von Workshops ein wichtiger Bestandteil der AK-Arbeit. Die Unterstützung mit inhaltlichen Beiträgen auf Veranstaltungen wie HIV im Dialog oder auf der Fachveranstaltung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wurden im Team vorbereitet. So wurde der inhaltlich einheitliche Auftritt des AKs in der Öffentlichkeit sichergestellt. Hier muss erwähnt werden, dass sich der AK auch intern intensiv mit aktuellen Themen wie der Integration von (queeren) Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, der Rolle von Gewerkschaften für einen würdevollen Übergang von queeren Arbeitnehmer_innen in die Rente, die Situation von LGBTI in anderen Ländern, die Hasskriminalität, die Rehabilitierung von nach § 175 verurteilten Homosexuellen, und der Mehrfachdiskriminierung von lesbischen Frauen und transgeschlechtlichen Menschen auseinandergesetzt hat.

Die Vernetzung mit wichtigen Organisationen im Bereich der Arbeit für Vielfalt und gegen Diskriminierung von Minderheiten hat der AK weiterentwickelt. Über die Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen wurden wertvolle Kontakte u. a. zur Berliner Aids-Hilfe, zur Deutschen Aids-Hilfe, zum LSVD auf Bundes- und Landesebene und zur Landesstelle für Gleichbehandlung geknüpft. Gemeinsam mit der Berliner Aids-Hilfe hat der Berliner AK mit der Kampagne „Berlin braucht uns! - Keine Stimme den Blauen und Braunen“ ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Die Mitglieder unterstützten auf mehreren Veranstaltungen auch die gemeinnützigen Projekte des B² Aktion Plus e.V., mit dem der AK partnerschaftlich zusammenarbeitet.

Die Mitglieder haben in den vergangenen 3 Jahren das Fundament für die weitere erfolgreiche Arbeit und Unterstützung der Ziele von ver.di insgesamt gelegt. Ein nächster Schritt ist die stärkere Zusammenarbeit mit anderen ver.di-Gremien, um die Organisation zu unterstützen, und die Bekanntheit des AKs in Betrieben auszubauen.

 

Übersicht zum Jahr 2017

Themenschwerpunkte

- Öffentlichkeitsarbeit

- Gedenkarbeit (erstmals Beteiligung an Gedenkveranstaltung im KZ Ravensbrück)

- Vertretung der eigenen Standpunkte gegenüber Politiker_innen und demokratischen Parteien

- Forderung der Novellierung des AGG gegenüber Bundestagsabgeordneten und den Parteien im Bundestag

 

Kontakte zu Organisationen der LGBTI-Community, Parteien und zum DGB

- Austausch über gemeinsame Aktionen mit dem Geschäftsführer des LSVD Jörg Steinert

- Teilnahme mit Fußgruppen und über Infostände an den Veranstaltungen im Rahmen der Pride Weeks in Berlin und Brandenburg

- Teilnahme am Regenbogenempfang des Regenbogenfonds

- regelmäßige Teilnahme von AK-Vertreter_innen an den Sitzungen des DGB AK LSBTI Berlin-

  Brandenburg

- Übernahme von Inhalten der Forderungen des AKs zur AGG-Novelle durch den DGB Landesbezirk

- Beteiligungen an den Informationsveranstaltungen der Brandenburger Landesregierung zur Erarbeitung eines Aktionsplans queeres Brandenburg

- Beteiligung an der Motto-Findung zum CSD Berlin 2017

 

Veranstaltungen

- Kranzniederlegung bei der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Auschwitz

  durch die Rote Armee am Mahnmal für die homosexuellen Opfer im Tiergarten

- 20.04.17 - Regenbogenflaggenhissung vor dem Landtag in Potsdam

- 23.04.17 – Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des KZ Sachsenhausen

- 23.04.17 - Teilnahme an der Gedenkveranstaltung im KZ Ravensbrück

- 01.05.17 - Infostand auf dem Maifest des DGB in Berlin

- 15.05.17 - Verleihung des Magnus-Hirschfeld-Preises

- 17.05.17 – Teilnahme an der Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie

- 17.05.17 – Hissen der Regenbogenflagge in Potsdam

- 01.07.17 - Respect Gaymes

- 14.07.17 – Beteiligung am ver.di Spreeportfest

- 15./16.07.17 - Lesbisch-Schwules Straßenfest

- 21.07.17 – Teilnahme am Dyke March

- 22.07.17 - CSD Berlin

- 12.08.17 - Lesbisch-Schwules Parkfest

- 19.08.17 – Teilnahme an der Demonstration gegen den Neonaziaufmarsch in Spandau

- 15.11.17 – Inhaltlicher Beitrag auf dem Fachgespräch der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema sexuelle Identität am Arbeitsplatz

- 19.12.17 - Weihnachtssitzung

 

Ausblick/ Ziele für 2018 und für die neue Wahlperiode

- Überprüfen, ob die Forderungen zur AGG-Novelle und die Positionen zur Bundestagswahl von den Abgeordneten der Großen Koalition berücksichtigt werden

- Beschäftigung mit der LGBTI-Politik der Berliner Regierungskoalition -> queerpolitische Sprecher_innen der Abgeordnetenhausfraktionen einladen

- Auseinandersetzung mit dem Anstieg von Diskriminierung am Arbeitsplatz -> Erstellung von leicht verständlichen Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit

- Einladung von Referent_innen zu AK-Sitzungen zu den inhaltlichen Schwerpunkten:

-> Thema Zugehörigkeit/ Zugehörige > Übergang von Arbeitsleben in die Rente/Pension, Ausgestaltung des Pflegesystems und Qualifizierung von Pflegekräften

-> nachhaken, ob queerpolitische Themen in den Haushaltsplanungen des Bundes für 2018/2019 aufgeführt sind

-> politisch aufgreifen, ob Vielfalt und Antidiskriminierung in Tarifverträgen aufgegriffen werden

-> Beteiligung an Debatte zur Einführung der sexuellen Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes

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