Arbeitskreis queer in ver.di Berlin/Brandenburg

1. Mai 2018 in Berlin mit Infotisch des AK-queer

1. Mai 2018 in Berlin mit Infotisch des AK-queer

Infotisch auf dem Maifest des DGB 2018 Ulli Ulbricht Infotisch 1. Mai 2018  – Infotisch auf dem Maifest des DGB 2018

Der Infotisch des AK-queer in ver.di Berlin/Brandenburg auf dem DGB-Maifest vor dem Brandenburger Tor mit umfangreichem Infomaterial und give aways ist wieder auf reges Interesse gestoßen, wenn sich auch die inhaltlichen Diskussionen im Rahmen gehalten haben.

Zum Tag der Arbeit haben Tausende Menschen in Berlin und Brandenburg ein Zeichen für Solidarität, Vielfalt und bessere Arbeitsbedingungen gesetzt - zu Fuß, auf dem Rad und auf dem Motorrad. Es ging auch um die Herausforderungen durch die Digitalisierung.

Mehrere Zehntausend Menschen haben am Dienstag in Berlin und Brandenburg für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als Veranstaltersprach von 14.000Teilnehmern bei der größten Kundgebung in Berlin am Brandenburger Tor sowie 19.000 Teilnehmern in Brandenburg. Die Poliei sprach vonmehreren Tausend bei einem störungsfreien Verlauf in Berlin.
Demo, Motorrad- und Fahrradkorso
Bei gutem Wetter starteten am Vormittag am Hackeschen Markt in Berlin der klassische Demonstrationszug zu Fuß sowie ein Motorrad- und Fahrradkorso. Lautstark zogen die Demonstranten über die Leipziger Straße zum Potsdamer Platz und anschließend
zum Brandenburger Tor. Schornsteinfeger kamen im schwarzen Dress mit Zylinder, Müllwerker der BSR zeigten sich in Orange mit Mülltonnen. Hinter dem Fronttransparent waren unter anderem der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) zu sehen.
  
Berlin braucht eine neue "Story"
Am Mittag begann an der Straße des 17. Juni die Abschlusskundgebung. Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, ermutigte die Gewerkschaftsmitglieder für Vielfalt und gegen Rechts einzutreten. Christian Hoßbach, Vorsitzender des
DGB Berlin-Brandenburg, forderte höhere Löhne und bessere Ausbildungsbedingungen. "Die Story vom günstigen Leben in Berlin ist vorbei", sagte Hoßbach. Deshalb brauche man "eine neue Story, auch bei den Löhnen und Gehältern. Und viel, viel mehr bezahlbaren Wohnraum."

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), erneuerte seine Forderung nach einem solidarischen Grundeinkommen. Außerdem wandte er sich dagegen, dass Arbeitsverträge ohne sachlichen Grund befristet werden.

Bis 20 Uhr fand am Brandenburger Tor noch das DGB-Maifest mit Bühnenprogramm sowie Kinder- und Familienfest statt. Bundesweit hat der Gewerkschaftsbund für den Tag der Arbeit zu knapp 500 Veranstaltungen aufgerufen.

DGB-Landeschef fordert mehr Mitbestimmung für Beschäftigte
Bei den Kundgebungen machte der DGB Berlin-Brandenburg auch auf die Herausforderungen durch die Digitalisierung aufmerksam. Die Beschäftigten bräuchten faire Regeln, eine bessere Weiterqualifizierung und eine stärkere Mitbestimmung, hatte DGB-Landesvorsitzende Christian Hoßbach schon am Montag dem rbb gesagt. Hier gebe es noch großen politischen Handlungsbedarf. Ein bedingungsloses Grundeinkommen lehnte Hoßbach ab, da dies die sozialen Sicherungssysteme nicht stemmen könnten.

Der Regierende Bürgermeister hatte ebenfalls am Montag erklärt, dass Vollbeschäftigung für den Senat wie auch für die Gewerkschaften ein zentrales Ziel sei, das angesichts stetig sinkender Arbeitslosenzahlen im Bereich des Möglichen liege. "Auf dem Weg dahin muss sich eine boomende Wirtschaft aber auch in guter Arbeit und fairen Löhnen ausdrücken", mahnte Müller.  (rbb)
 

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