Arbeitskreis queer in ver.di Berlin/Brandenburg

IDAHOT 2017

IDAHOT 2017

Für eine gerechte und angstfreie Arbeitswelt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und intersexuellen Personen

ver.di und der DGB setzen sich permanent gegen Diskriminierungen und Benachteiligungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und intersexuellen Personen ein. Ver.di und der DGB stehen für Menschenrechte, für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft und gegen Ungleichbehandlung.

Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie vom 27.11.2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf im Zusammenhang mit dem Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das am 18.08.2006 in Kraft getreten ist. Damit wurde auch der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht und sexueller Identität verbessert. Dadurch wurde die Rechtstellung von schwulen, lesbischen und Transgender Personen in der Arbeitswelt deutlich verbessert. Rechte zu haben bedeutet aber nicht, dass man diese Rechte auch im Alltagsleben und am Arbeitsplatz auch bekommt.

Trotz des Outings von prominenten Kulturschaffenden und Politikern nicht nur in Europa ist zwar ein entspannter Umgang mit dem Thema zu bemerken, trotzdem kann ein Outing im Berufsleben noch immer zu Mobbing und einem Karriereknick führen. Selbstverständlich hängt dies auch eng mit dem jeweiligen Betriebsklima zusammen, ob die notwendige Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Beschäftigten vorhanden ist.

Neben einer Novellierung des AGG fordern wir daher die engagierte unverzügliche Umsetzung

der im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD seit 2013 versprochene Erweiterung des Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus um die Themen Homo- und Transphobie.

 Homo- und transphobe haben ebenso wie rassistische Stimmen massiv an Lautstärke zugenommen. Sie vergiften zunehmend das gesellschaftliche Zusammenleben. Dagegen braucht es eine gemeinsame Offensive von Regierung und Zivilgesellschaft. Jeder Form von Menschenfeindlichkeit und Hetze muss entschieden entgegengetreten werden.

 In den anstehenden Wahlkämpfen in Bund Ländern reichen warme Worte allein nicht aus. Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und intersexuellen Personen in ver.di – der größten Dienstleistungsgewerkschaft in Deutschland – fordern einen nationalen Aktionsplan. Mit diesem Plan muss Hetze und Gewalt durch Prävention und konsequente Strafverfolgung wirksam entgegentreten werden. Ziel muss auch sein, engagiert für Respekt und Vielfalt und endlich auch in Deutschland gleiches Recht zu schaffen und rechten, menschrechtsverachten Ideologien entschieden eine Absage zu erteilen und ihnen den Nährboden entzieht.

Vorgelegt von Claus Brandt

Webseite des Bundesarbeitskreises